MdP – QUANTICON: Was Government Relations Einheiten von Unternehmen machen: hier Amazon HQ2

Ansiedelungsprojekt AMAZON HQ2
Dieser Blogbeitrag wurde inspiriert durch die Meldung, dass Amazon in den USA ein zweites Headquarter (HQ2) aufbauen möchte. Amazon will in dieser Einrichtung 50.000 Menschen beschäftigen und über fünf Milliarden US Dollar investieren.

Im September 2017 hat Amazon Städte in den USA aufgerufen, ihre Ansiedelungsangebote einzureichen und über 100 Kommunen haben sich daran beteiligt.

Die Einreichung des Angebots und dessen Bedeutung selbst für eine Weltmetropole wie New York City wurde dadurch medienwirksam unterstrichen, dass das Empire State Building in dem Orange von Amazon illimuniert wurde.

Quanticon Maschinenraum der Politik Amazon NYC.jpg


Eine Einordnung –
Was machen eigentlich Government Relations Einheiten von Unternehmen? 

Quanticon unterstützt seit fast 20 Jahren seine Mandanten bei der Vertretung derer Interessen gegenüber Politik und Verwaltung. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Arten von Projekten.

Projektart 1: Unternehmen wollen etwas vom Staat
In der Regel geht es dabei um Projekte in den Bereichen „Gesetzgebung / Regulation“ und „Business to Public Sector“ sowie um die „Generierung von Fördermitteln aller Art“. In diese Gruppe fallen ca. 95% aller Aufgabenstellungen im Bereich „Lobbying“ oder wie man es heute politisch korrekter ausdrückt, im Bereich „Public Affairs“ oder „Goverment Relations“.

Um als Unternehmen in diesem Bereich erfolgreich zu sein, benötigt man gut aufgearbeitete Inhalte, die zeigen, dass das Partikularinteresse eines Unternehmens nicht im Widerspruch zum vermeintlichen und politisch gewollten „Allgemeinwohl“ steht, sondern dieses sogar fördert.

Neben diesem inhaltlichen Allignment ist es erfolgskritisch, dass das Unternehmen in einem laufenden, politischen Entscheidungsprozess die Fähgkeit besitzt, diese Inhalte bei den wirklichen Entscheidern (inkl. deren „Pferdeflüsterern“) überhaupt platzieren zu können und Ernst genommen zu werden. Verschärft wird dies noch durch die oftmals limitierende Zeitkomponente in einem laufenden Entscheidungsprozess.

Für eine gute „Goverment Relations“ Arbeit ist es daher notwendig, die notwendigen Beziehungen auzubauen und zu pflegen, bevor ein „Problem“ auftaucht. Wie sagte der ehemalige GE Chairman Jeffrey Immelt so treffend: „Freunde schafft man sich, so lange man sie nicht braucht“.

Projektart 2: Der Staat will etwas von den Unternehmen
Augabenstellungen in diesem Bereich kommen weit weniger häufig vor. Die größte Gruppe innerhalb dieser Projektart sind Ansiedelungsprojekte von Unternehmen.

Hier ist für die Unternehmen weniger die Formulierung der Inhalte und die Sicherstellung der Zugänge relevant, sondern Verhandlunsgeschick und -erfahrung. Es gibt viele staatliche Möglichkeiten die Attraktivität einer Ansiedelung für ein Unternehmen attraktiv zu machen. Und diese Möglichkeiten muss man als „Lobbyist“ kennen, um zum bestmöglichen „Deal“ zu kommen.

Conclusio
Politische Entscheidungsprozesse unterscheiden sich von Entscheidungsprozessen in Unternehmen erheblich. Es empfiehlt sich Experten an Bord zu haben, die die Charakteristika und die Spezifika beider Welten kennen.

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Sollten Sie näheres Interesse an diesem Thema haben, dann können Sie mich jederzeit direkt kontaktieren. Senden Sie mir einfach eine Mail an „kraess@quanticon.com„.