MdP – MAPS: Greatest, perceived threats around the world

Diese Karte stammt von dem renommierten PEW Research Center (www.pewresearch.org), so dass die erhobenen Daten relativ verlässlich sein dürften. Die Karte stammt allerdings aus dem Jahr 2015, so dass die wahrgenommene Bedrohung durch Nord-Korea nicht „eingepreist“ ist. Aber trotz dieses Fakts finde ich diese Analyse sehr interessant und mitunter auch überrraschend. 

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MdP – MAPS: Die Einzugs- bzw. Entwässerungsgebiete der Flüsse in Europa – ich mag diese Karte

Einzugs- bzw. Entwässerungsgebiete (Begriff aus der Hydrogeographie): 
Das durch Wasserscheiden begrenzte Gebiet, welches durch einen Fluss mit allen seinen Nebenflüssen entwässert wird. Es wird zwischen dem oberirdischen und dem unterirdischen Einzugsgebiet unterschieden.

Wonderful Map: 1.2 million Streams and 8,000 Catchment Areas  

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The HD map above shows the approximately 8,000 catchment areas of Europe’s 1.2 million streams and rivers. It’s based on the Strahler Stream Order Classification System. The higher the stream order, the thicker the line. I really like this map.

The 10 Longest Rivers in Europe are:

  1. Volga – 3,692km
  2. Danube – 2,860km
  3. Ural – 2,428km
  4. Dnieper – 2,290km
  5. Don – 1,950km
  6. Pechora – 1,809km
  7. Kama – 1,805km
  8. Northern Dvina–Vychegda – 1,774km
  9. Oka – 1,500km
  10. Belaya – 1,430km

The map was created by Robert Szucs (Reddit user Fejetlenfej),
who runs GrasshopperGeography.

MdP – PREVIEW THE FUTURE: This Invention can turn Seawater into Drinking Water affordably

Michael’s opinion: In Old Europe, we are too reluctant and critical towards new technologies. Maybe we shouldn’t be as a technology enthusiastic as US Americans. But more „German Mut“ and „German Zuversicht“ would definitely be a helpful motto when it comes to the use of new tech. Here’s a great example for my conviction that mankind will master its problems. An invention made by the Manchester University. 

by wef.org and University of Manchester

Great Map: African Commodities

Michael’s opinion: Germany never had a real political Africa strategy even though some attempts have been made over the years. Maybe the refugee crises can trigger more German pressure on a European strategy for Africa which is not just covering the „mare nostrum“ in the interest sphere of France and Italy. 

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Source: Central Intelligence Agency – World Fact Book

Ex-Energieministerin von Rheinland-Pfalz Eveline Lemke wird Aufsichtsrätin des Windkraftunternehmens Abo Wind

Michaels Meinung: Durchlässigkeit zwischen Politik und Wirtschaft ist grundsätzlich zu begrüssen, wenn man sich der möglichen Implikationen für politische Entscheidungsprozesse bewusst ist. Dieses Bewusstsein wird MdP am Leben erhalten. Wir werden in Zukunft systematisch über solche „Seitenwechsel“ berichten. Also dran bleiben und MdP folgen. 

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Wiesbaden/Karlsruhe – Ein Jahr nach dem Ende ihrer Amtszeit als Energieministerin von Rheinland-Pfalz wird Eveline Lemke Mitglied im Aufsichtsrat des Wiesbadener Windkraft-Unternehmens Abo Wind. Wie Unternehmenssprecher Alexander Koffka am Mittwoch sagte, wurde die Grünen-Politikerin am Dienstag von der Hauptversammlung gewählt. Zuvor hatte die «Allgemeine Zeitung» aus Mainz darüber berichtet.

Koffka betonte, dass Abo Wind nie Geschäftsbeziehungen zur rheinland-pfälzischen Landesregierung gehabt habe. Das Unternehmen habe zwischen 1998 und 2017 insgesamt 125 Windräder im Land gebaut – in der Zeit von Lemke als Ministerin 2011 bis 2016 habe es keinen Ausschlag nach oben gegeben. Lemke, die seit April Präsidentin der privaten Karlshochschule in Karlsruhe ist, bekommt von Abo Wind eine jährliche Vergütung von 10 000 Euro.

«Aufgrund ihrer politischen Erfahrung hat Eveline Lemke viel Sachverstand», sagte Koffka. Als Klimaschutzpolitikerin diene sie dem Unternehmen auch als Aushängeschild.

Als grüne Wirtschafts- und Energieministerin hatte Lemke die Energiewende stark vorangetrieben. Gefragt nach möglichen negativen Reaktionen auf den Wechsel erklärte Lemke per E-Mail: «Der Klimawandel wartet nicht und ich werde auch nicht jünger. Meine Mission war immer eine nachhaltige Wirtschaft und darin insbesondere der Klimaschutz. Dieser Mission bleibe ich treu.»

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International fordert – auch auf Landesebene – eine Karenzzeit für Politiker und Beamte nach dem Ausscheiden aus dem Amt, wenn ein Zusammenhang zwischen der alten und der neuen Tätigkeit besteht.

publiziert bei Welt Online am 21.06.17

 

Chinas Traum von „sauberer“ Atomkraft

Die Volksrepublik plant den Bau von 60 neuen Atommeilern allein in den nächsten zehn Jahren. Mit der neuen Flüssigsalztechnologie will Peking weltweit der führende Anbieter werden.

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London/Peking. Als die britische Regierung am vergangenen Donnerstag den Bau des umstrittenen Atomkraftwerks Hinkley Point genehmigte, sorgte sie nicht nur bei Atomgegnern rund um den Globus für Aufsehen. Der erste Atomkraftwerksbau in der EU seit zehn Jahren könnte in den Augen manch eines Energieexperten die Renaissance der Atomkraft bedeuten. Freilich steht Europa da nicht im Vordergrund, zumal nicht nur der Widerstand in vielen Ländern extrem groß ist, sondern auch erneuerbare Energien an Bedeutung gewinnen.

Anders ist das in China, das über die staatliche CGN auch Dritteleigentümer und Geldgeber – und damit finanzieller Retter – von Hinkley Point ist. Die Volksrepublik setzt – ungeachtet von Fukushima – voll auf Kernenergie, die sie als umweltfreundlich erachtet. China möchte sich mit neuen Technologien als Innovationsführer etablieren und mit sicheren und billigen Atommeilern den Weltmarkt erobern. Das Ziel ist – wie in so vielen anderen Bereichen – der größte und führende Anbieter von Kernreaktoren und Komponenten zu werden.

Noch treibt das Land vorerst auch den Bau konventioneller Anlagen voran: 60 neue AKW sollen nach Angaben des Kraftwerksbauers State Nuclear Power Technology Company (SNPTC) in den nächsten zehn Jahren entstehen. Die drei großen Nuklearfirmen SNPTC, CNNC und CGN würden jeweils mindestens zwei neue Meiler pro Jahr bauen, sagte SNPTC-Vizepräsident Zheng Mingguang auf einer Branchenkonferenz in London. So würden 30 neue AKW in den nächsten fünf Jahren entstehen und weitere 30 in den fünf Jahren bis 2026.

Der im März 2016 vom nationalen Volkskongress verabschiedete neue Fünfjahresplan für die Energiewirtschaft unterstreicht die von Zheng vorgezeichnete Entwicklung. Demnach soll der Ausbau der Atomkapazitäten auch über 2016 hinaus beschleunigt werden. Bislang sollte die Leistung in den kommenden fünf Jahren auf 58 Gigawatt steigen, nun sind 88 Gigawatt im Gespräch. Bis 2030 sollen sogar 110 Reaktoren am Netz sein. Der Entwurf sieht bis zum Jahr 2020 zunächst 75 Mrd. Euro an Investitionen für den Atomausbau vor.

Schwimmende Nuklearplattform
Bis Ende 2016 will China darüber hinaus ein schwimmendes AKW entwickeln. Es soll 2019 in Betrieb gehen. Diese Nuklearplattform soll zur Energieversorgung entlegener Küstenregionen eingesetzt werden – und zwar im südchinesischen Meer, was wiederum viel politischen Sprengstoff birgt.

Schon jetzt ist China eine Großmacht in der Atomenergie: 34 Kernkraftwerke arbeiten bereits, womit China weltweit nach den USA an zweiter Stelle liegt. 30 weitere konventionelle AKW sollen demnächst dazukommen, um den enormen Energiehunger zu stillen, der trotz des etwas abgeflachten Wirtschaftswachstums enorm groß ist.

Spannender ist jedoch, was in den Labors – etwa im Shanghai Institute of Applied Physics – ausgetüftelt wird. Da geht es um einen alten Traum der Kernenergie, wie die „Technology Review“ schreibt: Flüssigsalzreaktoren, bei denen die Kernschmelze bereits konstruktionsbedingt deutlich unwahrscheinlicher ist als bei den herkömmlichen AKW. Bei Flüssigsalzreaktoren dient nicht Wasser als Kühlflüssigkeit, sondern eben flüssiges Salz. Solche Reaktoren nützen den Kernbrennstoff besser aus, sodass weniger spaltbares Material nötig ist. Somit kann man kleine modulartige Reaktoren bauen, die bei höheren Temperaturen betrieben werden. Auch teure Druckbehälter (wie der, der in Tschernobyl geborsten ist) sind nicht erforderlich.

Als Brennstoff soll anfangs noch Uran verwendet werden, später jedoch Thorium. Das hätte für China besondere Vorteile, denn das Land besitzt nur geringe Uranvorkommen, dafür aber reichlich Thorium. Zwei Mrd. Renminbi (rund 275 Mio. Euro) hat Peking bereits in die Forschung und Entwicklung solcher Flüssigsalzreaktoren gepumpt. In wenigen Jahren soll ein erster experimenteller Meiler gebaut werden. Und wenn alles nach Plan geht, soll schon in 15 Jahren das weltweit erste kommerzielle Flüssigsalz-AKW in Betrieb gehen. Auf China entfällt gut ein Fünftel des weltweiten Energieverbrauchs, womit das Land an der Spitze steht. Nach wie vor ist Kohle der wichtigste Energielieferant, gefolgt von Erdöl. Die Atomkraft macht derzeit nur rund zwei Prozent aus.

(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 19.09.2016 – Copyright des Bildes Reuters, Cerny)