MdP – MUST READ: Sicherheit für Generationen: Herausforderungen der neuen Weltordnung – herausgegeben von Florian Hahn

Meine persönliche Meinung und Empfehlung: 
In der Bundesrepublik Deutschland ist es im Bereich der Sicherheitspolitik leider viel zu selten, dass die vermeintlichen Experten tatsächlich über einen ausreichend breiten und hinreichend tiefen Blick auf die zahlreichen Themen haben, die sich zu einer modernen, umfassenden Sicherheitspolitik vereinen müssen.

Florian Hahn ist einer der wirklichen Sicherheits-Experten in Deutschland und wohl auch West-Europa. In zahlreichen Vorträgen und persönlichen Gesprächen hat sich diese hohe Meinung, die ich von ihm habe, immer weiter gefestigt.

Einen bemerkenswerten Vortrag hat er im März diesen Jahres auf der „Münchener Wirtschaftskonferenz“ des Internationalen Wirtschaftssenats gehalten, bei der Unternehmer, Diplomaten, Generäle und Wissenschaftlter sich ein Stell-Dich-Ein gaben (http://www.wec-iws.de/).

Ich kann jedem, der sich für Sicherheitspolitik interessiert nur empfehlen, dass von ihm herausgegebene Buch „Sicherheit für Generationen: Herausforderungen der neuen Weltordnung“ in seine Leseliste aufzunehmen.

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Informationen des Verlags Duncker & Humblot
http://www.duncker-humblot.de/index.php/sicherheit-fur-generationen.html?q=hahn

Beschreibung
Die globale Sicherheitspolitik steht vor einem fundamentalen Epochenwandel. Der Aufstieg neuer regionaler Akteure, das Wiedererstarken alter Global Player, der Rückzug der USA, der verschärfte internationale Terrorismus, asymmetrische Bedrohungen, Cyber-Attacken und hybride Kriegsformen stellen die bestehende Ordnung in Frage. Deutschland, Europa und das westliche Bündnis sind als Wertegemeinschaft und als taktgebende Ordnungsmächte herausgefordert, eine neue Sicherheitsarchitektur zu entwickeln.

Der Sammelband skizziert den Diskurs über die neue sicherheitspolitische Ausrichtung Deutschlands im Rahmen seiner Bündnisse unter der viel zitierten »Neuen deutschen Verantwortung«. Er bringt angesehene Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, die die bevorstehenden globalen Herausforderungen analysieren sowie Lösungsvorschläge für ein handlungsfähiges Deutschland und die Sicherheit kommender Generationen unterbreiten.

Über den Herausgeber
Florian Hahn ist E-Marketing Fachwirt (BAW). Seit 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2014 ist er Sprecher der CSU-Landesgruppe für Auswärtiges, Verteidigung, Angelegenheiten der Europäischen Union, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Menschenrechte und Humanitäre Hilfe. Außerdem ist er Landesvorsitzender des Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) der CSU und Mitglied des Parteivorstandes der CSU.

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Florian Hahn während seines Vortrages bei der „Münchener Wirtschaftskonferenz“ des Internationalen Wirtschaftssenats im März 2017 am Starnberger See. Mit im Bild (links): Thomas Limberger, Präsident des World Economic Councils

Inhaltsübersicht
Florian Hahn
Einleitung: Herausforderungen der neuen Weltordnung

I. Die Welt im Wandel

Michael Stürmer
Wendezeiten – Krisenzeiten – Vorkriegszeiten Carlo Masala: Herausforderungen einer multipolaren Welt

James D. Bindenagel
Die USA: Eine Schutzmacht im Wandel?

Saskia Hieber
Chinas globaler Gestaltungsanspruch

Margarete Klein
Russland – Rückkehr als Großmacht?

Reinhard Meier-Walser
Neue Regionalmächte Iran, Saudi-Arabien, Türkei

II. Neue Gefahren für unsere Ordnung

Guido Steinberg
Internationaler Terrorismus

Arne Schönbohm
Bedrohung im Cyber-Raum

Markus Kaiser
Hybride Bedrohungen oder der Kampf von Innen (Fake News)

Maximilian Terhalle
Strategische Prioritäten. Nukleare, konventionelle und intellektuelle Erfordernisse deutscher Sicherheitspolitik

Benedikt Franke
Graue Nashörner und schwarze Schwäne: Sicherheitspolitische Herausforderungen jenseits der aktuellen Debatte

III. Weichenstellungen für die Sicherheit von morgen

Markus Söder
Sicherheit und solide Staatsfinanzen – Zwei Seiten derselben Medaille

Géza Andreas von Geyr
Generationenverantwortung im Weißbuch 2016

Holger Mey
Sicherheit durch Technologie und Innovation – Der Beitrag der Wirtschaft

Markus Ferber
Was die EU für unsere Sicherheit leisten kann

Klaus Naumann
Die NATO: Ein Bündnis für die Zukunft?

Thomas Silberhorn
Entwicklungspolitik als Beitrag zur Sicherheit

 

 

THE UNITED STATES OF AMERICA: MdP Serial – Understanding the cultural clash in the country of our most valuable ally

Present battle for the soul of the nation
Even though the US is going through a battle for the soul of this great nation, they’re still our most valuable ally. We should keep calm and keep on going in establishing as many, broad and deep relations as possible. And we should deepen our understanding of what is really going on in the biggest western democracy. It’s a much, much deeper cultural clash than just the person being POTUS. Probably we will face similar confrontations in the EU and in Germany in the future. And we should be smart enough to learn and understand, to prevent or at least prepare for the challenges appearing on the horizon.

Regional disparities as one dimension of a nation’s soul
Let’s have a look at the geographical distribution of the GDP in the US today. Regional disparities are one dimension of the battle for the soul of the nation. What can we learn: Let’s definitely continue our policy of avoiding and minimizing regional disparities in our country, or even better in the European Union.

The infographics were produced and published by visualcapitalist.com based on data aggregated by the Bureau of Economic Analysis and the World Bank

MdP – SMARTE KOMMUNEN UND STÄDTE: – Wieso ist dieses Thema für die Bürger, die Politik und Wirtschaft in Deutschland so wichtig?

Wieso sind SMARTE STÄDTE UND KOMMUNGEN in Deutschland für uns Bürger, die Politik und die Wirtschaft so wichtig?

 

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Kommunen und Städte sind die Motoren einer modernen Gesellschaft. Sie sind die Antriebskraft für die globale Wirtschaft, aber verbrauchen dadurch auch große Mengen an Ressourcen. Sie beherbergen schon heute die Mehrheit der Weltbevölkerung und sie verursachen natürlich Emissionen.

In Bayern, Deutschland, Europa und weltweit wird die Bedeutung der Städte noch weiter steigen. Die entsprechenden Prognosen sind in der nachstehenden Infografik gut zusammengefasst. Diese wurde übrigens von visualcapitalist.com angefertigt und publiziert.

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Diese Prognose bezieht sich nur auf Großstädte wie wir sie heute kennen.  Während unserer Lebenszeit werden vor allem in Afrika und Asien Mega-Städte entstehen, in der über 50 Millionen Menschen leben werden. Diese Mega-Cities werden mehr Nahrung, Energie und Materialien verbrauchen als die meisten Nationalstaaten.

Deutschland kann die Technologien liefern, um diese Metropolen lebenswert und managebar zu machen. Allerdings müssen wir hierzu auch unsere hiesigen Städte mit diesen Technolgien ausstatten um im globalen Vertrieb glaubwürdig zu sein. Am Beispiel des Transrapids sieht man, was passiert, wenn dies nicht geschieht.

Also, lasst uns das Thema angehen und unsere Städte smarter machen, auch wenn Sie vielleicht (und zum Glück) nicht so aussehen, wie die Mega Städte.

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Die Zeichnung der Mega-Stadt ist auf goodfon.com von aranel publiziert worden. 

MdP – MAPS: Percent of the United States‘ European Exports to each Country

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US Exports to Europe
The USA exported $354.3 Billion worth of goods to „European“ countries in 2015. This map shows the percentage of the exports in USD that each country received.

The country that imported the most was Germany. The Germans imported $63.3 Billion or 17%. The country that imported the least amount was San Marino. They imported $1.13 Million or 0.0004%.

Top 5 Countries are:

  1. Germany
  2. UK
  3. France
  4. Netherlands
  5. Belgium/Luxembourg


Bottom 5 countries are:

  1. San Marino
  2. Syria
  3. Andorra
  4. Montenegro
  5. Moldova

Source: The Observatory of Economic Complexity

 

MdP – SMARTE KOMMUNEN UND LANDKREISE: Big Belly – Ich hoffe, dass die bald auch nach Deutschland kommen

Im Rahmen meiner Suche nach interessanten Innovationen für smarte Kommunen und Landkreise bin ich auf Big Belly gestossen.

My message to the American Company: We would be ready for the smart trash cans. We Germans are the global leaders in waste management and we need  to catch up a little, little bit in the field of digitalization. And solar and metering technologies, that’s our home turf anyway. So let’s take this to next level.


 

BIG BELLY: SMART TRASH CANS
from the LA Magazine 

Bins with Wi-Fi capability—and, in some cases, solar-powered trash compactors—are helping to make overflowing receptacles a thing of the past

Trash collection isn’t easy, but it is getting smarter. To date, the City of Los Angeles has added more than 330 high-tech Bigbelly garbage cans to its arsenal. The system, which includes bins with Wi-Fi capability—and, in some cases, solar-powered trash compactors—has been showing up in cities around the world, improving efficiency and helping to make overflowing receptacles a thing of the past.

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Here’s the intel behind the design: 
1. The Solar Panel
The panel on top fuels a 12-volt battery that powers the compactor. Though lack of sunshine isn’t usually a problem in L.A., the panel doesn’t need direct light to function; even a snowy Stockholm winter wouldn’t slow it down.
2. The Mouth
The 6-by-17-inch opening allows for waste to be easily deposited but prevents access to the already-compacted trash. To get rid of that In-N-Out wrapper, you’re going to have to employ a move more like mailing a letter than making a free throw.
3. The Console
The unit isn’t all belly—it has a brain, too. Sensors gauge the bin’s fullness, and trash collectors are alerted via text message or e-mail to remove the contents. The system aggregates data about all the cans in an area to improve collection efficiency. In the future, the cans could serve as public Wi-Fi hot spots.
4. The Trash
All those Starbucks runs add up. Los Angeles County disposed of approximately 9 million tons of trash in 2012—an average of 4.7 pounds per person per day.
5. The Trash Bag
Liner bags—supplied by WasteZero and made of recycled materials­—prevent the interior from getting too gross.
6. The Compactor
The automated steel device compresses the contents, enabling pick-ups to be made less frequently, which saves time and money. The unit holds about five times what fits in a typical trash can. For areas with less foot traffic, there’s the Smartbelly model, which has the sensors but not the compactor.
7. The Exterior
Made of sheet metal with heavy-duty plastic side panels, Bigbelly is weatherized and scratch resistant. Trash collectors empty the bin by unlocking the front door with a master key.

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Source: Los Angeles Magazine, by Julia Herbst

MdP – CLASSICS: Bundestags-Wahlplakat der FDP 1953 und was der Eiserne Kanzler damit zu tun hat

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Eine kurze Geschichte des Liberalismus in Deutschland und was Bismarck damit zu tun hat

Die Geschichte des Liberalismus in Deutschland ist leider nicht so einfach wie in den anderen europäischen Nationen. Beispielsweise sind in Frankreich und Großbritannien die Entstehung von Demokratie, Liberalität, einer nationalen (nicht feudalistischen) Identität und eines Nationalstaats quasi gleichbedeutend und auch zeitlich deckungsgleich. Wir dürfen nicht vergessen, dass dies nur in Deutschland nicht so war und dies bis heute ein Grund von politischen Missverständnissen ist.

In den anderen Staaten gab es beim Beginn von bürgerlich, liberalen Revolutionen (ja, so etwas gibt es und diese Art von Revolutionen sind sogar mehr die Regel als die Ausnahme) bereits eine nationale Bühne, eine Hauptstadt und nationale Institutionen. Das Bürgertum musste also „lediglich“ diese Bühne für sich gewinnen.

Nicht so in Deutschland. Im Revolutionsjahr 1848 gab es eine Legion von wichtigen Staaten in Deutschland, wie beispielsweise das Fürstentum Waldeck, deren Bedeutung heute aber durchaus vernachlässigbar sind. Die liberale, demokratische Idee in Deutschland musste also nicht nur eine nationale Bühne erobern, sondern diese überhaupt erst mal schaffen. Was nicht gleich gelang, deshalb die Charakterisierung von Deutschland als „verspätete Nation“, obwohl wir doch grundsätzlich eher das Bild vermitteln wollen Pünktlichkeit als Sekundär-Tugend durchaus zu schätzen.

Erst Bismarck ist die Reichsgründung 1871 gelungen, um damit eine Verspätung im nationalen Entwicklungszug aufzuholen. Allerdings unter dem Ausschluss des Habsburger Reiches, was man vielleicht, um im Bilde zu bleiben, als Verkleinerung des Streckennetzes bezeichnen könnte. Dies war übrigens die sogenannte „Klein-Deutsche Lösung“, die dann durch den Österreicher Hitler durch den Anschluss seiner Heimat an das Deutsche Reich in die sogenannte „Großdeutsche Lösung“ überführt wurde. Diese Ausweitung des Streckennetzes führte allerdings dann nicht auf die Überholspur sondern auf Abstellgleis. Aber dies ist eine andere Geschichte, erstmal zurück zum Eisernen Kanzler.

Ihm gelang die Reichsgründung nur auf dem Rücken und auf Kosten Frankreichs. Die Gründung des deutschen Nationalstaates war also immer auch mit einer Siegesfeier über den „Erbfeind“ Frankreich verbunden und fand deshalb konsequenterweise ja auch im Schloss Versailles statt. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass die „Westfranken“ dies nicht als wirklich optimal empfanden und als nachhaltige Lösung für gut nachbarschaftliche Beziehungen mit einer gewissen Skepsis ablehnten.

Deutschland ist also in Europa der einzige moderne Nationalstaat der von „Oben nach unten“ und nicht „Von Unten nach Oben“ gegründet worden ist.

Diese Besonderheit bei der Gründung eines zeitgemässen und modernen Nationalstaats in diesem, unserem Lande führt bis heute zu einer etwas herausfordernderen Situation für die liberale Bewegung.

Eine gute, solide liberale Bewegung besteht bzw. sollte grundsätzlich aus drei Strömungen bestehen:

– National-Liberale
– Wirtschafts-Liberale
– Bürgerrechts-Liberale

Bismarck hat mit der deutschen Reichsgründung von Oben die National-Liberale Bewegung in Deutschland von den Wirtschaftsliberalen und Bürgerrechts-Liberalen abgespalten und damit die politische Schlagkraft einer ganzen politischen Denkrichtung massiv geschwächt.

Politisch-handwerklich war dies von Bismarck virtuos gemacht und aus der Zeit heraus war dies wohl auch politisch richtig, zumindest aber opportun. Langfristig war die Spaltung der Liberalen für einen modernen Nationalstaat vom Gewicht Deutschlands vielleicht doch eher sub-optimal, bittet aber auf jeden Fall Raum für Verbesserungen. Aber man kann wohl ohne größeren Widerspruch herauszufordern konstatieren, dass sich die Liberalen bis heute von dieser Besonderheit noch nicht völlig erholt haben. Die heute so populäre Shock and Awe Taktik kannte der alte Fuchs Bismarck offensichtlich schon.

Otto von Bismark

In diesem Zusammenhang finde ich das FDP Wahlplakat von 1953, dass den national-liberalen Flügel der Partei besonders betont, sehr interessant.

In einer Baum-Hirsch-FdP wäre eine solches Wahl-Plakat in den Parteigremien wohl nicht allzu leicht durchsetzbar gewesen. Aber Anfang der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren national-autoritäre Einstellungen noch weit verbreitet. Erst am Ende des Jahrzehnts gab es einen überzeugenden Anteil von drei Vierteln der Befragten in Umfragen, die sich für die Demokratie aussprachen.

Artikel von Michael Kraess
Wahlplakat: Bundeszentrale für politische Bildung
Bismark Foto: Bundesarchiv