MdP – MUST READ: 10 Punkte Plan der CSU – massgeblich von Markus Blume

Persönliche Bemerkung: 
Ich durfte in den letzten 20 Jahren den Werdegang von Markus Blume aus der Nähe mitverfolgen. Mein großer Respekt vor ihm hat sich immer mehr verfestigt. Er ist Mann des klaren, äusserst durchdachten, vor allem auch des geschriebenen Wortes. Sein Meisterstück hat er mit dem CSU Grundsatzprogramm geleistet.

Der CSU 10 Punkte Plan, der wiederrum ebenfalls zu großen Teilen aus seiner Feder stammt, dürfte einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass die CSU Position auch innerhalb der CDU unterstützt wird und damit die Union geeint in die Verhandlungen mit FDP und den Grünen gehen kann.

Er wird damit einen wesentlichen Anteil dazu geleistet haben, dass die CSU ihrer staatspolitischen Verantwortung nachgehen kann und sich gleichzeitig auch inhaltlich durchsetzen konnte.

Ich bin überzeugt, dass wir von Markus Blume noch vieles hören und lesen werden. Und ich hoffe dies auch. Die CSU hat in ihm einen weiteren liberal-konservativen Intellektuellen vom Schlage eines Wilfried Scharnagls.


Quanticon - Maschinenraum der Politik - Markus Blume

Hier der 10 Punkteplan der CSU im Wortlaut: 

Die Bundestagswahl 2017 war eine Zäsur. Für unser Land und für die Union. Wer jetzt ‚Weiter so‘ ruft, hat nicht verstanden und riskiert die Mehrheitsfähigkeit von CDU und CSU. Die Union war nie nur ein Kanzlerwahlverein. Sie hat bis heute die Politik in Deutschland wie keine andere politische Kraft geprägt. Weil sie die politische Mitte mit der demokratischen Rechten vereint hat. Will die Union weiterhin Taktgeber für das gesamte bürgerliche Lager sein, muss sie ihren angestammten Platz Mitte-Rechts ausfüllen. Zehn Gründe, warum die Union dem Land das schuldig ist:

1. Weil die Menschen eine bürgerlich-konservative Politik wollen.
Seit dem 24. September ist klar: Es gibt keine linke Mehrheit mehr. Die Wähler setzen auf die Werte und Prägung des Landes, wollen Recht und Ordnung, wünschen Sicherheit und Wohlstand für alle. Das war immer Markenkern der Union. Und das muss immer Unionspolitik bestimmen!

2. Weil wir kein politisches Vakuum entstehen lassen dürfen.
Wenn bis auf die CSU alle etablierten Parteien links der Mitte wahrgenommen werden, dann ist das ein Problem. CDU und CSU müssen im Parteiensystem gemeinsam auf derselben Seite und für bürgerliche Überzeugungen stehen. Für liberale und christlich-soziale ebenso wie für konservative.

3. Weil wir die Spaltung der Gesellschaft überwinden müssen.
Wir dürfen die Antwort auf die zentralen Konfliktlinien nicht den Extremen von links und rechts überlassen. Denn die Antworten werden nicht schwarz-weiß sein. Eine bürgerlich-konservative Politik muss das tun, was andere nicht schaffen: zusammenführen statt spalten.

4. Weil bei der Modernisierung alle mitkommen müssen.
Die Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sind gewaltig. Viele Menschen fühlen sich abgehängt – kulturell und sozial, aber auch politisch. Es ist die Stunde der Union, alle mitzunehmen. Wir können Veränderungen nicht verbieten oder sie einfach laufen lassen. Aber wir müssen sie gestalten

5. Weil man bei großen Aufgaben auch an die kleinen Leute denken muss.
Deutschland hat viel Verantwortung in Europa und der Welt übernommen. Aber es darf nie der Eindruck entstehen, dass die eigene Bevölkerung zu kurz kommt. Bürgerliche Politik ist, sich gerade auch für die Anliegen der kleinen Leute einzuspreizen: bei Rente und Pflege ebenso wie bei Mieten und Jobs.

6. Weil zu Offenheit und Freiheit auch Obergrenze und Leitkultur gehören.
Grenzenlose Freiheit macht Angst. Und Angst ist der größte Feind einer offenen Gesellschaft. Deshalb brauchen wir eine bürgerliche Ordnung der Freiheit: das heißt einen durchsetzungsfähigen Staat, eine klare Begrenzung der Zuwanderung und einen Richtungspfeil für die Integration.

7. Weil gesunder Patriotismus und Liebe zur Heimat wichtig sind.
Wir können stolz sein auf das, was Deutschland in den letzten 70 Jahren erreicht hat. Die Werte und Prägung unserer Heimat sorgen für Identität und Zusammenhalt. Nur wer der eigenen Sache sicher ist, kann anderen offen und tolerant begegnen. Dagegen müssen wir klarmachen: Wer Kreuze abnehmen, Schweinefleisch verbannen und Martinsumzüge in Lichterfest umbenennen will, ist nicht tolerant, sondern betreibt gefährliche Selbstverleugnung.

8. Weil es die konservative Stimme braucht gegen Denkverbote und Meinungspolizei.
Genauso gefährlich wie ein radikaler Populismus von rechts ist der blinde Populismus gegen rechts. Alles, was nicht im Geist der Alt-68er steht, gilt als rechts und damit schlecht. Debatte muss wieder in der ganzen Breite stattfinden, nicht nur hinter vorgehaltener Hand oder in den Meinungshöhlen im Internet. Das ist das beste Rezept gegen Radikalisierung.

9. Weil wir uns nur so von der AfD erfolgreich abgrenzen können.
Die radikalisierte AfD ist keine Alternative für Deutschland, sondern eine Alternative zur NPD. Die Union darf sich niemals damit abfinden, dass sich rechts von ihr eine solche Partei breitmachen kann. Wir müssen die AfD knallhart bekämpfen – und um ihre Wähler kämpfen.

10. Weil inzwischen selbst der Zeitgeist konservativ ist.
Normalerweise sieht der Konservative den Zeitgeist eher skeptisch. Doch heute ist das Konservative das neue Moderne. Anders gesagt: Konservativ ist wieder sexy. Denn wer will nicht das bewahren, was uns wirklich wichtig ist: unsere Art zu leben (sicher und frei!), unseren Wohlstand und den gesellschaftlichen Frieden.

 

MdP – MUST READ: Interview mit Georg Fahrenschon, Sparkassenpräsident

Persönliche Vorbemerkung
Ich schätze Georg Fahrenschon sehr und ich durfte seinen Werdegang aus relativer Nähe verfolgen. Während meiner Mitgliedschaft im Vorstand der Jungen Union Bayern war er stellvertretender Bundesvorsitzender der JU und später Mitglied des Bundestages und Bayerischer Staatsminister der Finanzen.

Im Laufe der Jahre hat sich mein Eindruck immer weiter verfestigt, dass er eine Persönlichkeit ist, die wirklich integrieren kann, unterschiedliche Positionen ernst nimmt und in seine Meinungsbildung aufnimmt. Ich kann nur bestätigen, dass er in jeder Faser ein wahrer Demokrat ist.

Ich hoffe sehr, dass er die Bundesrepublik Deutschland eines Tages in internationalen Organisationen wie dem IWF oder der Weltbank repräsentieren kann. 

Das Interview erschien auf faces-of-democracy.org und wurde vom Sven Lilienströn geführt. Es wurde auch auf wallstreet-online.de veröffentlicht. 


Quanticon - Maschinenraum der Politik Fahrenschon 280917


Georg Fahrenschon ist seit 2011 Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) – dem Dachverband der Sparkassen-Finanzgruppe. Zuvor war der 49-jährige gebürtige Münchner Bayerischer Staatsminister der Finanzen. Sven Lilienström, Gründer der Initiative Gesichter der Demokratie (www.faces-of-democracy.org), sprach mit Georg Fahrenschon über wehrhafte Demokratie, Europa als Gegenmodell zu Fatalismus und Unterdrückung und die Notwendigkeit, die Menschen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.

Herr Fahrenschon, die erste Frage an die „Gesichter der Demokratie“ lautet stets: Welchen Stellenwert haben Demokratie und demokratische Werte für Sie ganz persönlich?

Mein Vater wurde 1923 geboren und gegen seinen Willen Soldat und hat den Krieg überlebt. Meine Mutter wurde aus dem Sudetenland vertrieben. Ich kandidierte als 21-jähriger für den Gemeinderat meiner Heimatgemeinde Neuried und wurde später auch zum Mitglied des Kreistags des Landkreises München gewählt. Ab 2002 gehörte ich für fünf Jahre dem Deutschen Bundestag an bevor ich im Jahr 2007 zum Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen ernannt wurde. Im Oktober 2008 bekleidete ich das Amt des Finanzministers des Freistaats Bayern. Von 2011 bis 2012 war ich zudem Mitglied des Landtags. Zusammengefasst habe ich in meinem Leben also das gesamte Innenleben unserer Demokratie kennen gelernt – mit Ausnahme des Europäischen Parlaments. Ich bin nicht nur ein zutiefst politischer Mensch, sondern auch mit jeder Faser Demokrat. Deswegen vermittle ich diese Werte auch mit voller Überzeugung den nachfolgenden Generationen, nicht zuletzt meinen eigenen Kindern, und lebe diese auch im Berufsleben Tag für Tag.

Auf der Internetseite der Sparkasse ist zu lesen: „Wahlen gehören zur Demokratie wie das S zur Sparkasse.“ Was verbindet die Sparkasse mit der Demokratie?

Die Sparkassen-Finanzgruppe ist bis in die Knochen dezentral und basisdemokratisch organisiert! Wir sind quasi das Spiegelbild der gesamten Bundesrepublik, wei unser Aufbau den Strukturen des ganzen Landes entspricht. Zwölf Regionalverbände, sieben Landesbankkonzerne und die DekaBank. Alles sachgerecht austariert und paritätisch besetzt. Die Verwaltungsräte der 390 deutschen Sparkassen sind auf breiter Basis direkt demokratisch legitimiert: Das sind vor allem die Bürgermeister undBürgermeisterinnen, Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen sowie Landräte und Landrätinnen, die sich regelmäßig dem Votum ihrer Bürger stellen müssen. Das mag uns auf den ersten Blick komplizierter als unsere privaten Mitbewerber machen. Aber es ist auf jeden Fall demokratisch und das ziemliche Gegenteil von den oft zitierten immer gleichen Aufsichtsräten der so genannten „Deutschland AG“. Der EU-Binnenmarkt ist der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Welt.

Wie bewerten Sie den Wunsch einzelner Regierungen oder Parteien nach mehr nationaler Autonomie oder gar einem EU-Austritt?

Der langjährige Bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß hat einmal den Dreiklang gebildet: „Bayern ist meine Heimat, Deutschland mein Vaterland und Europa meine Zukunft“. Dieser Satz ist nicht nur zeitlos, er hat sogar für mich heute mehr Bedeutung als jemals zuvor. Und wenn Stimmenfänger vom äußerst rechten oder linken Rand des politischen Spektrums den Menschen vorgaukeln, dass Deutschland Europa nicht brauche oder möglicherweise sogar stärker sei ohne die EU, muss man dem entschieden entgegen treten: Europa ist keine einfache Konstruktion. Aber es gibt eben keine einfachen Antworten auf die vielfältigen und komplexen Herausforderungen unserer Welt. Das ist heute so und das war übrigens auch in den 1930er Jahren nach der Weltwirtschaftskrise so. Die größten chinesischen Banken haben mehr Kunden als die EU Einwohner hat. Wäre Deutschland als stark exportabhängige Nation auf sich allein gestellt, wäre es ein Fliegengewicht und hätte eine schwache Verhandlungsposition in allen relevanten Fragen des internationalen Handels, des Umweltschutzes, der Rechtsstaatlichkeit und bei den Menschenrechten. Für die Generation von Helmut Kohl, Helmut Schmidt und Willy Brandt war Europa eine Frage von Krieg und Frieden. Das ist für die Menschen heute nur noch eine abstrakte Gefahr. Heute ist Europa deshalb vor allem eine Frage von Freiheit und Wohlstand. Das müssen wir uns immer wieder vergegenwärtigen und das gilt es zu bewahren. Für das Wohl der nächsten Generationen und als Gegenmodell zu Fatalismus und Unterdrückung.

Laut Bertelsmann-Studie sind Populisten in Deutschland häufig enttäuschte Demokraten, aber keine radikalen Feinde der Demokratie. Also alles nur halb so wild?

Protestbewegungen hat es immer gegeben – und ebenso Parteien, die diese Strömungen aufgesaugt und instrumentalisiert haben. Es ist halt einfacher, auf den Putz zu hauen als die komplizierten Zusammenhänge in Wirtschaft und Gesellschaft zu erklären und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten. Daher ist es so wichtig, dass die Führungspersönlichkeiten in Politik und Wirtschaft die Menschen auch mitnehmen bei ihren Entscheidungen und gut erklären, warum sie so handeln, wie sie handeln. Und sie müssen dabei verständlich und nahbar bleiben. Sonst verlieren sie die Menschen an diese Stimmenfänger. Der DSGV möchte mit transparenter Verbandsarbeit eine lebendige Demokratie fördern.

Was verstehen Sie unter „transparenter Verbandsarbeit“ und wo liegen die Grenzen der Transparenz?

Das was ich von Managern und Politikern gefordert habe, muss natürlich auch für mich und alle anderen Funktionsträgern in der Sparkassen-Finanzgruppe gelten. Das heißt: Erklären, warum bestimmte Entscheidungen notwendig sind und nachvollziehbar machen, wer was wann und warum entschieden hat. Die Grenzen sehe ich dort, wo die Privatsphäre von Führungskräften und Mitarbeitern tangiert wird. Zum Beispiel in der Frage, ob man die Gehälter von Vorständen personenbezogen offen legen muss.

Herr Fahrenschon, welche beruflichen und privaten Ziele haben Sie sich für die kommenden 20 Jahre gesetzt?

Wenn ich zurückblickend feststellen kann, dass auch die Generationen nach mir in einer stabilen und wehrhaften Demokratie aufgewachsen sind und sie diese nach wie vor für das politische System halten, das am ehesten Gerechtigkeit, Freiheit und Selbstbestimmung garantiert, dann habe ich alles richtig gemacht. Und wenn es mir während meiner Amtszeit als Sparkassenpräsident gelungen ist, dass die Sparkassen Marktführer bleiben, weil auch im Jahr 2037 Sparkassenkunden vom Geschäftsmodell der Sparkassen überzeugt sind, wäre das für mich persönlich die Sahne auf dem Stück Kuchen!

Vielen Dank für das Interview Herr Fahrenschon!

Das Interview erschien auf: Initiative Gesichter der Demokratie Das Interview führte Sven Lilienström Mehr zum Thma Euro/Europa/Sparkasse/Sparkassen/Georg Fahrenschon

MdP – MUST READ: Sicherheit für Generationen: Herausforderungen der neuen Weltordnung – herausgegeben von Florian Hahn

Meine persönliche Meinung und Empfehlung: 
In der Bundesrepublik Deutschland ist es im Bereich der Sicherheitspolitik leider viel zu selten, dass die vermeintlichen Experten tatsächlich über einen ausreichend breiten und hinreichend tiefen Blick auf die zahlreichen Themen haben, die sich zu einer modernen, umfassenden Sicherheitspolitik vereinen müssen.

Florian Hahn ist einer der wirklichen Sicherheits-Experten in Deutschland und wohl auch West-Europa. In zahlreichen Vorträgen und persönlichen Gesprächen hat sich diese hohe Meinung, die ich von ihm habe, immer weiter gefestigt.

Einen bemerkenswerten Vortrag hat er im März diesen Jahres auf der „Münchener Wirtschaftskonferenz“ des Internationalen Wirtschaftssenats gehalten, bei der Unternehmer, Diplomaten, Generäle und Wissenschaftlter sich ein Stell-Dich-Ein gaben (http://www.wec-iws.de/).

Ich kann jedem, der sich für Sicherheitspolitik interessiert nur empfehlen, dass von ihm herausgegebene Buch „Sicherheit für Generationen: Herausforderungen der neuen Weltordnung“ in seine Leseliste aufzunehmen.

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Informationen des Verlags Duncker & Humblot
http://www.duncker-humblot.de/index.php/sicherheit-fur-generationen.html?q=hahn

Beschreibung
Die globale Sicherheitspolitik steht vor einem fundamentalen Epochenwandel. Der Aufstieg neuer regionaler Akteure, das Wiedererstarken alter Global Player, der Rückzug der USA, der verschärfte internationale Terrorismus, asymmetrische Bedrohungen, Cyber-Attacken und hybride Kriegsformen stellen die bestehende Ordnung in Frage. Deutschland, Europa und das westliche Bündnis sind als Wertegemeinschaft und als taktgebende Ordnungsmächte herausgefordert, eine neue Sicherheitsarchitektur zu entwickeln.

Der Sammelband skizziert den Diskurs über die neue sicherheitspolitische Ausrichtung Deutschlands im Rahmen seiner Bündnisse unter der viel zitierten »Neuen deutschen Verantwortung«. Er bringt angesehene Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, die die bevorstehenden globalen Herausforderungen analysieren sowie Lösungsvorschläge für ein handlungsfähiges Deutschland und die Sicherheit kommender Generationen unterbreiten.

Über den Herausgeber
Florian Hahn ist E-Marketing Fachwirt (BAW). Seit 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2014 ist er Sprecher der CSU-Landesgruppe für Auswärtiges, Verteidigung, Angelegenheiten der Europäischen Union, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Menschenrechte und Humanitäre Hilfe. Außerdem ist er Landesvorsitzender des Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik (ASP) der CSU und Mitglied des Parteivorstandes der CSU.

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Florian Hahn während seines Vortrages bei der „Münchener Wirtschaftskonferenz“ des Internationalen Wirtschaftssenats im März 2017 am Starnberger See. Mit im Bild (links): Thomas Limberger, Präsident des World Economic Councils

Inhaltsübersicht
Florian Hahn
Einleitung: Herausforderungen der neuen Weltordnung

I. Die Welt im Wandel

Michael Stürmer
Wendezeiten – Krisenzeiten – Vorkriegszeiten Carlo Masala: Herausforderungen einer multipolaren Welt

James D. Bindenagel
Die USA: Eine Schutzmacht im Wandel?

Saskia Hieber
Chinas globaler Gestaltungsanspruch

Margarete Klein
Russland – Rückkehr als Großmacht?

Reinhard Meier-Walser
Neue Regionalmächte Iran, Saudi-Arabien, Türkei

II. Neue Gefahren für unsere Ordnung

Guido Steinberg
Internationaler Terrorismus

Arne Schönbohm
Bedrohung im Cyber-Raum

Markus Kaiser
Hybride Bedrohungen oder der Kampf von Innen (Fake News)

Maximilian Terhalle
Strategische Prioritäten. Nukleare, konventionelle und intellektuelle Erfordernisse deutscher Sicherheitspolitik

Benedikt Franke
Graue Nashörner und schwarze Schwäne: Sicherheitspolitische Herausforderungen jenseits der aktuellen Debatte

III. Weichenstellungen für die Sicherheit von morgen

Markus Söder
Sicherheit und solide Staatsfinanzen – Zwei Seiten derselben Medaille

Géza Andreas von Geyr
Generationenverantwortung im Weißbuch 2016

Holger Mey
Sicherheit durch Technologie und Innovation – Der Beitrag der Wirtschaft

Markus Ferber
Was die EU für unsere Sicherheit leisten kann

Klaus Naumann
Die NATO: Ein Bündnis für die Zukunft?

Thomas Silberhorn
Entwicklungspolitik als Beitrag zur Sicherheit

 

 

MdP – MUST READ ARTICLE: „The Uprising of the Global Middle Class“ published in The Atlantic

Battle for the soul of the nation in the US a premonition of national clashes worldwide
The current battle for the soul of the United States of America is not about a Trump. It’s a premonition for global inner-cultural and national clashes caused by the globalization of the economy and, even more, by the globalization of the information flow, which fortunately cannot be longer controlled by the mass media.

The political road ahead will get a little bumpy 
Basically, these are very good developments, but the political road ahead will get a little bumpy and we have to expect some turbulences. So my advice for everyone in the political arena: Let’s stay on course and tighten the helmets a bit more firmly.

MUST READ: The Atlantic – The Uprising of the Global Middle class by Moises Naim

 

click the pic to get to the article or click this link…:)

 

MdP – CLASSICS: The Clash of Civilizations by Samuel Huntington – Always Worth to Remember and Rethink

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When I was studying Economic Geographics at the Ludwig-Maximilian-University in Munich in the late 90s the groundbreaking book „Clash of Civilizations“ of  Samuel Huntington (published 1996) was a must-must-read. And I still admire the farsightedness of this masterpiece. Some „experts“ are of the opinion that Huntington created self full-filling prophecies, but I absolutely disagree. What’s your opinion?

BTW: This photo of Samuel P. Huntington was taken at the WEF 2004 in Davos.

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Map by Reddit/Mapporn and Photo by WEF 

 

MdP – MUST READ AND WATCH: Thirteen Days – A Memoir of the Cuban Missile Crisis

Michael’s Empfehlung: 

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THIRTEEN DAYS – A Memoir of the Cuban Missile Crisis 
Film von Roger Donaldson und Buch von Robert F. Kennedy

THIRTEEN DAYS ist zwar mit Sicherheit kein Geheimtip mehr, aber dennoch möchte ich diesen Film unbedingt nochmals jedem empfehlen, der sich für den Ablauf von politischen Entscheidungsprozessen, gerade während Krisen, interessiert. Die dramaturgische Darstellung in Form eines verfilmten Kammerspiels berücksichtigt zwar „nur“ die amerikanische Seite, aber genau dies macht den Film so authentisch, da er die Krisebewältigung quasi „spieltheoretisch“ beschreibt, also ohne Kenntnis über die wahren Intentionen und Diskussionen auf der anderen Seite. Ein absolut Muss und man kann diesen Film auch öfter anschauen ohne sich zu langweilen. Ganz im Gegenteil: Man entdeckt immer mehr Details.

Der Film THIRTEENS beruht auf einem gleichnamigen Buch von Robert F. Kennedy, der die Ereignisse, in der er massgeblich involviert war, aus seiner Sicht beschreibt. Ein hervorragendes Buch als Ergänzung zum Film bzw. vice versa.

 

Inhalt:
Oktober 1962. Die Amerikaner finden heraus, dass die Sowjetunion nukleare ballistische Boden-Boden-Mittelstreckenraketen auf Kuba installiert haben. Diese Kernwaffen bedrohen weite Teile der USA auf das Schärfste, denn sie könnten dort fast jedes beliebige Ziel angreifen.

Unter zunächst strengster Geheimhaltung schart John F. Kennedy einen Beraterstab um sich. Während eine Vielzahl von Politikern und besonders das Militär für einen Luftangriff und eine anschließende Invasion Kubas sind, um die Raketen zu beseitigen, versucht Präsident Kennedy die Lage möglichst ohne den Einsatz von Gewalt zu entschärfen. Die Situation spitzt sich jedoch immer weiter zu, weil es von Tag zu Tag wahrscheinlicher wird, dass die Raketen startbereit gemacht werden können.

Schließlich entscheidet man sich für eine Blockade Kubas. Diese wird als Quarantäne bezeichnet, weil eine Blockade als kriegerischer Akt angesehen würde. Das bedeutet, dass jedes Schiff, das sich auf dem Weg nach Kuba befindet, egal aus welchem Land es stammt, vor der Küste gestoppt und durchsucht wird. Wenn festgestellt wird, dass es Waffen an Bord hat, wird es abgewiesen und zurückgeschickt.

Währenddessen wird eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York abgehalten. In dieser kann der Vertreter der Vereinigten Staaten, Adlai Stevenson, die Welt davon überzeugen, dass es die Raketen auf Kuba gibt.

Die Quarantäne zeigt zunächst Erfolg, doch eskaliert die Situation, als eines der Schiffe sich vehement weigert, sich durchsuchen zu lassen. Kennedy erhält einen Brief des sowjetischen Regierungschefs Chruschtschow, in dem dieser anbietet, es zu unterlassen, Schiffe mit Nuklearwaffen nach Kuba zu schicken, wenn die Amerikaner sich im Gegenzug dazu verpflichten, auf eine Invasion Kubas zu verzichten. Später trifft allerdings ein weiterer – dem ersten inhaltlich widersprechender – Brief ein, dessen Urheber aber gleichfalls Chruschtschow sein soll. Der amerikanische Krisenstab ist verunsichert, ob dieser Brief authentisch ist und Chruschtschow die Zügel wirklich noch selbst in der Hand hält. US-Präsident Kennedy hält den Luftschlag und die Invasion daraufhin weiterhin für unter Umständen zwingende Optionen.

Bei einem weiteren Aufklärungsflug wird ein Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen und der Pilotgetötet. Ein Krieg scheint nun nahezu unausweichlich. Doch es keimt noch einmal Hoffnung auf: John F. Kennedy schickt seinen Bruder Robert Kennedy zu dem sowjetischen Botschafter Dobrynin, um noch einmal zu verhandeln. Als Robert Kennedy und der politische Berater Präsident Kennedys Kenny O’Donnell am Botschaftsgebäude ankommen, sehen sie, dass die Sowjets offenbar Dokumente verbrennen. Das würde bedeuten, dass die Sowjets davon ausgehen, dass ein Krieg unmittelbar bevorsteht. Robert Kennedy schlägt dem sowjetischen Botschafter vor, innerhalb von sechs Monaten US-amerikanische Jupiter-Raketen aus der Türkei abzuziehen und auf eine Invasion Kubas zu verzichten, wenn die Sowjetunion ihre Raketen von dort abzieht. Zugleich müsse diese Vereinbarung streng geheim bleiben, damit die USA in der Öffentlichkeit nicht als zu nachgiebig erscheinen. Ob ein Krieg ausbricht, hängt jetzt von der sowjetischen Reaktion auf das Angebot Kennedys ab.

Am nächsten Morgen ist die Krise beendet. Chruschtschow hat befohlen, die Raketen abzubauen und zurück in die Sowjetunion zu verfrachten. In der letzten Szene sieht man Präsident Kennedy, seinen Bruder Robert Kennedy und seinen politischen Berater Kenny O’Donnell auf einer Veranda des Weißen Hauses stehen. Im Hintergrund hört man eine Rede Kennedys.

Text über Inhalt: by Wikipedia