MdP – AIR CRAFT CARRIERS AND GEOPOLITICS: Fundamentals – What is a Carrier Strike Group

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1) UNITED STATES NAVY – CARRIER STRIKE GROUPS MISSION

GENERAL MISSION: THE FORMATION OF A SEAPOWER AND POWER PROJECTION
A U.S. Navy Carrier Strike Group mission is to achieve and sustain air, sea and undersea control, respond to crises, and protect United States’ interests anywhere, anytime.

The Strike Group is composed of the right combination of ships, submarines, aircraft, and personnel to support an extensive range of operations from wartime combat to peace time presence.

The Strike Group provides the credible warfighting capabilities necessary to influence the battle space from the ocean floor to space.

MISSION 1: TOTAL CONTROL OF THE SEA AND AIR
Coordinated network of sensors, weapons systems, data sharing and intelligence fusion
to defend against enemy aircraft, ships, submarines, cruise missiles, and ballistic missiles.

MISSION 2: STRIKE
Plan, direct, and execute overland strike missions using large quantities of land-attack missiles and precision-guided weapons launched from aircraft, ships, and submarines.

MISSION 3: COMMAND AND CONTROL
Robust, resilient networks that provide the real-time intelligence necessary to make decisions and adapt to a rapidly changing environment.

MISSION 4: ELECTRONIC WARFARE
Dispersed system of sensors, intelligence gathering, and active electronic warfare
equipment delivers situational awareness for U.S. forces while denying the enemy
any advantage in the electronic spectrum.

MISSION 5: CYBER WARFARE
Provide defense against attacks and deliver tactical advantages in the cyber realm.

MISSION 6: LOGISTICS
Efficient transfer, handling and storage of parts, fuel, weapons, and food. While the carrier offers sufficient supplies for weeks of operations, the system relies on replenishments at sea to enable even longer station times.


2) THE SYSTEMIC STRUCTURE OF A USN CARRIER STRIKE GROUP

INFOGRAPHIC OF CARRIER STRIKE GROUP

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ELEMENTS OF  A CARRIER STRIKE GROUP

SHIPS
– Nuclear Powered Aircraft Carrier (nuklear betriebener Flugzeugträger):
1 per strike group

– Submarine (U-Boot) normally 1 per strike group
– Destroyers (Zerstörer): normally 4 per strike group
– Cruiser (Kreuzer): normally 1 per strike group
– Replenishment Ship (Versorgungsschiff): 1 per strike group

AIRCRAFTS
– Strike Fighters (Jagdbomber – Mehrzweckkampfflugzeug): 44 per strike group
– Growlers (Kampfjets zur elektronischen Kriegsführung): 5 per strike group
– Hawkeyes (Luftraumüberwachungs-Flugzeug): 4 per strike group
– Greyhounds (Transportflugzeug zur Versorgung von Flugzeugträgern):
   2 per strike group
– Helicopters: 11 per strike group

MANPOWER
– Sailors and Marines: 7500 per strike group

3) UNITED STATES NAVY STRIKE GROUPS – THE US HAS TWELVE

Carrier Strike Group One (formerly CarGru 1)
USS Carl Vinson (CVN-70)
Carrier Air Wing Seventeen DESRON-1
Naval Air Station North Island

Carrier Strike Group Two (formerly CarGru 2)
USS George H.W. Bush (CVN-77)
Carrier Air Wing Eight DESRON-22
Naval Station Norfolk

Carrier Strike Group Three (formerly CarGru 3)
USS John C. Stennis (CVN-74) Carrier Air Wing Nine DESRON-21
Naval Base Kitsap

Carrier Strike Group Five (formerly CarGru 5)
USS Ronald Reagan (CVN-76)
Carrier Air Wing Five DESRON-15
Fleet Activities Yokosuka

Carrier Strike Group Eight (formerly CarGru 8)
USS Harry S. Truman (CVN-75)
Carrier Air Wing Seven DESRON-28
Naval Station Norfolk

Carrier Strike Group Nine (formerly CCDG 3)
USS George Washington (CVN-73)
Carrier Air Wing Two DESRON-9
Naval Base San Diego

Carrier Strike Group Ten (formerly CCDG 2)
USS Dwight D. Eisenhower (CVN-69)
Carrier Air Wing Three DESRON-26
Naval Station Norfolk

Carrier Strike Group Eleven (formerly CCDG 5)
USS Nimitz (CVN-68)
Carrier Air Wing Eleven DESRON-23
Naval Station Everett

Carrier Strike Group Twelve (formerly CCDG 8)
USS Theodore Roosevelt (CVN-71)
Carrier Air Wing One DESRON-2
Naval Station Norfolk

 

 

 

MdP – GEOPOLITISCHER REPORT #101: Türkei – Wiedermal der kranke Mann am Bospurus?

Der kranke Mann am Bospurus

Deutsche_Militärmission_Türkei_Kladderadatsch_Jg_67_H1_S20_4.1.1914_Gustav_BrandtIm 19. Jahrhundert wurde das einstmals mächtige Osmanische Reich durch innere Unruhen und außenpolitische Kalamitäten nachhaltig geschwächt. Dies führte dann schliesslich zu dem geographischen Zerfall in das heutige Restgebiet der Türkei. Deshalb sprach man damals in der europäischen Politik vom kranken Mann am Bospurus. Zar Niklaus I. hat diesen Begriff als Erster verwendet. 

Die Orientalische Frage wurde ein Dauerthema der europäischen Aussenpolitik. Russland sah die Chance, seinen Einfluss in Europa stärker geltend zu machen. Aber Österreich, Großbritannien und Frankreich befürchteten eine russische Expansion, zum Beispiel im Krimkrieg und tendierten daher dazu, ein schwaches Osmanisches Reich aufrechtzuerhalten. Sie waren der Meinung, das Osmanische Reich müsse trotz seiner gewaltigen Ausdehnung erhalten bleiben.

Außenpolitisch zum Spielball geworden, wurde das Osmanische Reich innenpolitisch ebenfalls geschwächt. Die europäischen Gebiete, die damals Rumelien genannt wurden, zerfielen durch die Abspaltung Serbiens und Griechenlands komplett.

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich
Diese Beschreibung lässt sich nur allzu leicht in die heutige Situation übertragen. Man muss hierzu nur statt Österreich vielleicht eher die USA erwähnen und die Krim ergänzen um Syrien und den Irak. Aber die geopolitische Situation bzw. das Kräftemessen zwischen den Westmächten mit Russland in dieser Region ist mich Sicherheit grundsätzlich vergleichbar. Die Türkei droht erneut ein Spielball zu werden. Auch wenn mehrere zusätzliche Dimensionen, wie der Jihadismus, zu einem noch komplexeren Interessensgefüge geführt haben (siehe dazu auch den Post: Frenemies in Syria – It’s complicated).  Und abspalten bzw. Autonomie wollen heute nicht mehr die Serben und die Griechen sondern die Kurden. 

Amerikanische und westliche Türkeipolitik im globalen Kontext
Die amerikanische Aussenpolitik weiss, dass der wichtigste Kontinent auf dieser Erde die gewaltige, zusammenhängende Landmasse von Eurasien ist. Und die USA wollen auf dem globalen Schachbrett natürlich weiterhin die führende bzw. einzige wirkliche Weltmacht bleiben.

Und Russland möchte, nach dem Zerfall der Sowjetunion und Jahren der gefühlten nationalen Demütigung, wieder als regionale Großmacht wahrgenommen werden und seine historische Einflussphäre gerne wieder zurück gewinnen. Und deshalb kam es in Georgien und kommt es in der Ukraine und Syrien zu den Konflikten zwischen den klassischen Westmächten und Russland.

Die wichtigste Nation, die sowohl ans Schwarze Meer als auch an Syrien und den Irak grenzt ist nunmal die Türkei mit ihrer damit ungemein wichtigen geopolitischen Lage. Für uns im freien Westen ist es daher von höchster Priorität die Türkei als westliches Einflussgebiet zu erhalten. Quasi als einen landgewordenen Super Carrier. 

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Die strategische Aufgabenstellung die Türkei an Bord der westlichen Allianz zu halten und auch zu wollen ist in Zeiten von permanenten, aber historisch gesehen sehr kurzfristigen Provokationen durch den derzeitigen türkischen Präsidenten, nicht ganz einfach und nervlich sicherlich für alle Beteiligten sehr fordernd, zumal die öffentliche Meinung gerade in Europa sehr eindeutig ist.

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Fazit: 
Samuel Huntington hat in seinem geradezu seherischen Werk „Clash of Civilizations“ die Türkei als Torn Country (Zerrissenes Land) bezeichnet, d.h. als eine der ganz wenigen Nationen die sich selbst noch nicht entschieden haben zu welchem Kulturkreis sie gehören bzw. gehören wollen.

Diese Unentschiedenheit, innere Zerissenheit ja sogar Unsicherheit bezüglich seiner eigenen nationalen Identität ist die eigentliche Ursache für die Herausforderungen derer sich die internationale Aussenpolitik im Zusammenhang mit der Türkei gegenüber sieht. Die Türkeipolitik vieler Staaten, insbesondere auch Deutschlands, gleicht deshalb mehr einer Psychotherapie für die nationale türkische Psyche als harter Politik. Und vielleicht muss sie dies sogar. 

Autor: Michael Kraess, Gründer und Herausgeber von Maschinen der Politik (MdP)

Karikatur: Copyright gemeinfrei, Karikatur von Gustav Brandt (Januar 1914)
Karte: Copyright gemeinfrei

MdP SERIAL – THE EXTERIOR PERSPECTIVE ON US: George Friedman at the Chicago Council on Global Affairs

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Michael’s opinion: THE EXTERIOR PERSPECTIVE ON US is a MdP Serial in which international speakers or organizations are expressing their views about Germany and its role in Europe and the world.  

The first episode is a surprisingly explicit and open speech of George Friedman at the Chicago Council on Global Affairs. Let me point out that I’m a natural-born trans-Atlantic minded person. But I assume it’s good to know how our American friends are internally discussing their role and their strategy in the world. 

The Chicago  Council on Global Affairs is a highly renowned organization that over the decades was the host for a legion of global statesmen.  Click this link to get to their homepage.

The speaker George Friedman was the founder and CEO of Stratfor. Stratfor is a private consultancy on geopolitics and strategic forecasting. Meanwhile, his new entrepreneurial home is Geopolitical Futures (www.stratfor.com and www.geopoliticalfutures.com).