MdP – UNTERNEHMEN: IHRE BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE, IHRE VERNETZUNG: Wer ist Blackrock und was gehört denen in Deutschland?

MdP – UNTERNEHMEN: IHRE BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE, IHRE VERNETZUNG 
Um Politische Entscheidungen, insbesondere in der Wirtschafts- und Finanzpolitik, besser zu verstehen ist es mitunter hilfreich die Beteiligungsstrukturen von Unternehmen und Ihre Vernetzungen zu kennen. MdP hat bereits einige Hintergrundinformationen zu diesem Thema publiziert. Wir werden dies in Zukunft im Rahmen der Serie „MdP – UNTERNEHMEN: IHRE BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE, IHRE VERNETZUNG“ fortführen.

BLACKROCK HEADQUARTERS

BLACKROCK – DER SCHWARZE GIGANT AUS DEN USA
Heute geht es um BlackRock, dem Vermögensverwalter, den alle politisch und wirtschaftlich Interessierten wohl durch aus kennen; obwohl die Beteiligungsbranche kommunikativ in der Regel eher etwas zurückhaltend ist.

BlackRock ist eine US amerkanische Fondsgesellschaft die 1988 in NYC gegründet wurde. Das Unternehmen verwaltet weltweit aktuell ein Vermögen von fast sechs Billionen US Dollar (deutsche Billionen; also 6000 Milliarden US Dollar). 

BlackRock ist der größte unabhängige Vermögensverwalter weltweit. Dadurch, dass keine „normalen“ Bankgeschäfte getätigt werden ist Blackrock eine sogenannte Schattenbank. Dies will meinen, dass man zwar den Vorteil hat quasi eine Bank zu sein, aber regulatorisch von den Finanzaufsichtsbehörden nicht ganz so intensiv unter die Lupe genommen wird. 

 

9af08162872e347eb37f441bf564bad8

BLACKROCK IN DEUTSCHLAND
In Deutschland ist Blackrock mit relevanten Beteiligungen an allen DAX30 Unternehmen der mit Abstand größte und einflussreichste Aktionär. BlackRock ist eine Weltmacht, in wirtschaftlicher und wohl auch politischer Hinsicht.  Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock in Deutschland ist Friedrich Merz. 

Artikel von Michel Kraess
Infografik von Berliner Morgenpost
Foto: Daniel Acker, Bloomberg

 

 

 

MdP – CLASSICS: Bundestags-Wahlplakat der FDP 1953 und was der Eiserne Kanzler damit zu tun hat

149747-1x2-galerie (1)

Eine kurze Geschichte des Liberalismus in Deutschland und was Bismarck damit zu tun hat

Die Geschichte des Liberalismus in Deutschland ist leider nicht so einfach wie in den anderen europäischen Nationen. Beispielsweise sind in Frankreich und Großbritannien die Entstehung von Demokratie, Liberalität, einer nationalen (nicht feudalistischen) Identität und eines Nationalstaats quasi gleichbedeutend und auch zeitlich deckungsgleich. Wir dürfen nicht vergessen, dass dies nur in Deutschland nicht so war und dies bis heute ein Grund von politischen Missverständnissen ist.

In den anderen Staaten gab es beim Beginn von bürgerlich, liberalen Revolutionen (ja, so etwas gibt es und diese Art von Revolutionen sind sogar mehr die Regel als die Ausnahme) bereits eine nationale Bühne, eine Hauptstadt und nationale Institutionen. Das Bürgertum musste also „lediglich“ diese Bühne für sich gewinnen.

Nicht so in Deutschland. Im Revolutionsjahr 1848 gab es eine Legion von wichtigen Staaten in Deutschland, wie beispielsweise das Fürstentum Waldeck, deren Bedeutung heute aber durchaus vernachlässigbar sind. Die liberale, demokratische Idee in Deutschland musste also nicht nur eine nationale Bühne erobern, sondern diese überhaupt erst mal schaffen. Was nicht gleich gelang, deshalb die Charakterisierung von Deutschland als „verspätete Nation“, obwohl wir doch grundsätzlich eher das Bild vermitteln wollen Pünktlichkeit als Sekundär-Tugend durchaus zu schätzen.

Erst Bismarck ist die Reichsgründung 1871 gelungen, um damit eine Verspätung im nationalen Entwicklungszug aufzuholen. Allerdings unter dem Ausschluss des Habsburger Reiches, was man vielleicht, um im Bilde zu bleiben, als Verkleinerung des Streckennetzes bezeichnen könnte. Dies war übrigens die sogenannte „Klein-Deutsche Lösung“, die dann durch den Österreicher Hitler durch den Anschluss seiner Heimat an das Deutsche Reich in die sogenannte „Großdeutsche Lösung“ überführt wurde. Diese Ausweitung des Streckennetzes führte allerdings dann nicht auf die Überholspur sondern auf Abstellgleis. Aber dies ist eine andere Geschichte, erstmal zurück zum Eisernen Kanzler.

Ihm gelang die Reichsgründung nur auf dem Rücken und auf Kosten Frankreichs. Die Gründung des deutschen Nationalstaates war also immer auch mit einer Siegesfeier über den „Erbfeind“ Frankreich verbunden und fand deshalb konsequenterweise ja auch im Schloss Versailles statt. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass die „Westfranken“ dies nicht als wirklich optimal empfanden und als nachhaltige Lösung für gut nachbarschaftliche Beziehungen mit einer gewissen Skepsis ablehnten.

Deutschland ist also in Europa der einzige moderne Nationalstaat der von „Oben nach unten“ und nicht „Von Unten nach Oben“ gegründet worden ist.

Diese Besonderheit bei der Gründung eines zeitgemässen und modernen Nationalstaats in diesem, unserem Lande führt bis heute zu einer etwas herausfordernderen Situation für die liberale Bewegung.

Eine gute, solide liberale Bewegung besteht bzw. sollte grundsätzlich aus drei Strömungen bestehen:

– National-Liberale
– Wirtschafts-Liberale
– Bürgerrechts-Liberale

Bismarck hat mit der deutschen Reichsgründung von Oben die National-Liberale Bewegung in Deutschland von den Wirtschaftsliberalen und Bürgerrechts-Liberalen abgespalten und damit die politische Schlagkraft einer ganzen politischen Denkrichtung massiv geschwächt.

Politisch-handwerklich war dies von Bismarck virtuos gemacht und aus der Zeit heraus war dies wohl auch politisch richtig, zumindest aber opportun. Langfristig war die Spaltung der Liberalen für einen modernen Nationalstaat vom Gewicht Deutschlands vielleicht doch eher sub-optimal, bittet aber auf jeden Fall Raum für Verbesserungen. Aber man kann wohl ohne größeren Widerspruch herauszufordern konstatieren, dass sich die Liberalen bis heute von dieser Besonderheit noch nicht völlig erholt haben. Die heute so populäre Shock and Awe Taktik kannte der alte Fuchs Bismarck offensichtlich schon.

Otto von Bismark

In diesem Zusammenhang finde ich das FDP Wahlplakat von 1953, dass den national-liberalen Flügel der Partei besonders betont, sehr interessant.

In einer Baum-Hirsch-FdP wäre eine solches Wahl-Plakat in den Parteigremien wohl nicht allzu leicht durchsetzbar gewesen. Aber Anfang der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren national-autoritäre Einstellungen noch weit verbreitet. Erst am Ende des Jahrzehnts gab es einen überzeugenden Anteil von drei Vierteln der Befragten in Umfragen, die sich für die Demokratie aussprachen.

Artikel von Michael Kraess
Wahlplakat: Bundeszentrale für politische Bildung
Bismark Foto: Bundesarchiv

 

 

 

 

MdP – AIR CRAFT CARRIERS AND GEOPOLITICS: 90,000 Tons of Diplomacy

GENERAL MISSION: THE FORMATION OF A SEAPOWER AND POWER PROJECTION
A U.S. Navy Carrier Strike Group mission is to achieve and sustain air, sea and undersea control, respond to crises, and protect United States’ interests anywhere, anytime.

The Strike Group is composed of the right combination of ships, submarines, aircraft, and personnel to support an extensive range of operations from wartime combat to peace time presence.

The Strike Group provides the credible warfighting capabilities necessary to influence the battle space from the ocean floor to space.

1378745838339-att00009

MdP – AIR CRAFT CARRIERS AND GEOPOLITICS: Fundamentals – What is a Carrier Strike Group

Abraham-Lincoln-battlegroup


1) UNITED STATES NAVY – CARRIER STRIKE GROUPS MISSION

GENERAL MISSION: THE FORMATION OF A SEAPOWER AND POWER PROJECTION
A U.S. Navy Carrier Strike Group mission is to achieve and sustain air, sea and undersea control, respond to crises, and protect United States’ interests anywhere, anytime.

The Strike Group is composed of the right combination of ships, submarines, aircraft, and personnel to support an extensive range of operations from wartime combat to peace time presence.

The Strike Group provides the credible warfighting capabilities necessary to influence the battle space from the ocean floor to space.

MISSION 1: TOTAL CONTROL OF THE SEA AND AIR
Coordinated network of sensors, weapons systems, data sharing and intelligence fusion
to defend against enemy aircraft, ships, submarines, cruise missiles, and ballistic missiles.

MISSION 2: STRIKE
Plan, direct, and execute overland strike missions using large quantities of land-attack missiles and precision-guided weapons launched from aircraft, ships, and submarines.

MISSION 3: COMMAND AND CONTROL
Robust, resilient networks that provide the real-time intelligence necessary to make decisions and adapt to a rapidly changing environment.

MISSION 4: ELECTRONIC WARFARE
Dispersed system of sensors, intelligence gathering, and active electronic warfare
equipment delivers situational awareness for U.S. forces while denying the enemy
any advantage in the electronic spectrum.

MISSION 5: CYBER WARFARE
Provide defense against attacks and deliver tactical advantages in the cyber realm.

MISSION 6: LOGISTICS
Efficient transfer, handling and storage of parts, fuel, weapons, and food. While the carrier offers sufficient supplies for weeks of operations, the system relies on replenishments at sea to enable even longer station times.


2) THE SYSTEMIC STRUCTURE OF A USN CARRIER STRIKE GROUP

INFOGRAPHIC OF CARRIER STRIKE GROUP

21c8748a33ed55b19e87eee0905c21ed

ELEMENTS OF  A CARRIER STRIKE GROUP

SHIPS
– Nuclear Powered Aircraft Carrier (nuklear betriebener Flugzeugträger):
1 per strike group

– Submarine (U-Boot) normally 1 per strike group
– Destroyers (Zerstörer): normally 4 per strike group
– Cruiser (Kreuzer): normally 1 per strike group
– Replenishment Ship (Versorgungsschiff): 1 per strike group

AIRCRAFTS
– Strike Fighters (Jagdbomber – Mehrzweckkampfflugzeug): 44 per strike group
– Growlers (Kampfjets zur elektronischen Kriegsführung): 5 per strike group
– Hawkeyes (Luftraumüberwachungs-Flugzeug): 4 per strike group
– Greyhounds (Transportflugzeug zur Versorgung von Flugzeugträgern):
   2 per strike group
– Helicopters: 11 per strike group

MANPOWER
– Sailors and Marines: 7500 per strike group

3) UNITED STATES NAVY STRIKE GROUPS – THE US HAS TWELVE

Carrier Strike Group One (formerly CarGru 1)
USS Carl Vinson (CVN-70)
Carrier Air Wing Seventeen DESRON-1
Naval Air Station North Island

Carrier Strike Group Two (formerly CarGru 2)
USS George H.W. Bush (CVN-77)
Carrier Air Wing Eight DESRON-22
Naval Station Norfolk

Carrier Strike Group Three (formerly CarGru 3)
USS John C. Stennis (CVN-74) Carrier Air Wing Nine DESRON-21
Naval Base Kitsap

Carrier Strike Group Five (formerly CarGru 5)
USS Ronald Reagan (CVN-76)
Carrier Air Wing Five DESRON-15
Fleet Activities Yokosuka

Carrier Strike Group Eight (formerly CarGru 8)
USS Harry S. Truman (CVN-75)
Carrier Air Wing Seven DESRON-28
Naval Station Norfolk

Carrier Strike Group Nine (formerly CCDG 3)
USS George Washington (CVN-73)
Carrier Air Wing Two DESRON-9
Naval Base San Diego

Carrier Strike Group Ten (formerly CCDG 2)
USS Dwight D. Eisenhower (CVN-69)
Carrier Air Wing Three DESRON-26
Naval Station Norfolk

Carrier Strike Group Eleven (formerly CCDG 5)
USS Nimitz (CVN-68)
Carrier Air Wing Eleven DESRON-23
Naval Station Everett

Carrier Strike Group Twelve (formerly CCDG 8)
USS Theodore Roosevelt (CVN-71)
Carrier Air Wing One DESRON-2
Naval Station Norfolk

 

 

 

Neue MdP Serie: SMARTE KOMMUNEN UND LANDKREISE

Kommunalpolitik ist in unserem subsidiären System mindestens genau so wichtig für die tägliche Lebensqualität der Bürger wie die Landes-, Bundes-, Europa- und Weltpolitik. MdP wird sich sehr intensiv mit modernen Inhalten und systemischen Fortentwicklungen auf dieser politischen Ebene befassen. Bleiben Sie uns gewogen und vielleicht können Sie Freunde aus der Kommunalpolitik auf unser Portal für politische Profis, insbesondere auch aus der bürgernähsten Ebene, der kommunalen Selbstverwaltung, aufmerksam machen.

Das Foto zeigt den Hauptplatz der Fugger-Stadt Weißenhorn, die im geographischen Mittelpunkt des Bayerischen Landkreises Neu-Ulm liegt. Der Herausgeber von „Maschinenraum der Politik“ und Autor dieses Artikels Michael Kraess war zwischen 1990 und 2006 Mitglied der CSU Fraktion im Kreistag Neu-Ulm. 1990 war der Autor der jüngste Kreisrat im Freistaat Bayern.